Ärger mit Vonovia? Immobilienkonzerne auflösen!

Es ist kein zufälliges Versäumnis, wenn in Häusern wie der Haußerstraße
146 in Tübingen notwendige Reparaturen nicht erledigt, falsche Betriebskosten
berechnet werden und Beschwerden ins Leere laufen! (siehe Schwäbisches Tagblatt hier und hier).
Durch die neoliberale Deregulierungs- und Privatisierungspolitik der letzten Jahrzehnte gehören inzwischen mehr als eine Million Wohnungen in Deutschland (und es werden immer mehr) finanzmarktorientierten Fondsgesellschaften und Börsenkonzernen, die Vonovia ist der größte davon. Diese müssen ihren Anlegern Renditen garantieren, die global konkurrenzfähig sind.
Wohnungen werden zu reinen Anlageprodukten! Dafür wird, wo es nur geht, gespart, rationalisiert und „optimiert“. Deshalb wird es auch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass MieterInnen dieser Häuser mit kaputten Treppengeländern und Schließanlagen (wie in der Hegelstraße 2014), kaputten Aufzügen und falschen Betriebskosten (Haußerstraße jetzt) oder anderen Problemen konfrontiert sind.

Es ist richtig und notwendig, dass die MieterInnen dagegen protestieren und sich an die Öffentlichkeit und das Schwäbische Tagblatt wenden. Gleichzeitig muss endlich politisch dagegen vorgegangen werden:
– Mieterrechte müssen gestärkt und der Immobilienhandel gerecht besteuert
werden (z.B. zahlen diese Konzerne durch sog. Shared Deals keine
Grunderwerbssteuer!).
– Aus der finanzmarktorientierten Wohnungswirtschaft muss ausgestiegen und diese Wohnungen an kommunale und gemeinnützige Träger übergeben werden.
– Dafür muss eine neue Gemeinnützigkeit im Wohnungsbereich geschaffen werden.

Konkrete Vorschläge, wie das alles umgesetzt werden kann, sind vorhanden!

Weiterführende Literatur:

– So bändigen wir die Wohnungsriesen. Ansätze zur gesellschaftlichen
Kontrolle der finanzmarktorientierten Vermietungskonzerne (Knut Unger,
2017), pdf unter:
https://www.rosalux.de/publikation/id/37734/so-baendigen-wir-die-wohnungsriesen/
– Neue Wohnungsgemeinnützigkeit. Voraussetzungen, Modelle und erwartete
Effekte. (Holm, Horlitz, Jensen, 2017), pdf unter:
https://www.rosalux.de/publikation/id/37380/

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